• Geburtshaus Freiburg

Teamvorstellung: Hebamme Sarah Wong-Herrlich



Liebe Sarah, du bist Gründungsmitglied des Geburtshaus Freiburg. Wie kam es dazu?


Der Wunsch, in einem solchen Umfeld als Hebamme zu arbeiten, besteht schon lange. Nach der Geburt unseres zweiten Kindes wurde das letzte Geburtshaus in Freiburg aus Hebammenmangel geschlossen - leider haben damals meine Lebensumstände nicht zu einem Einstieg in die Freiberuflichkeit gepasst.

In einem Gespräch mit einer weiteren Kollegin wurde dann die Idee geboren, einen neuen Anlauf zu wagen und ein Geburtshaus zu gründen. Schnell haben sich weitere Kolleginnen, z. T. langjährige Freundinnen, angeschlossen und unser Gründungsteam war entstanden.


Ich persönlich bin gerade in Elternzeit mit unserem dritten Kind und nutze das, um parallel gemeinsam mit den anderen Teammitgliedern die Gründungsarbeit voranzutreiben, die mir in ihrer Vielschichtigkeit wahnsinnig viel Spaß macht.


Wie kann man sich die Gründungsarbeit denn konkret vorstellen?


Als Gründungsteam stehen wir im Grunde genommen täglich im Kontakt. Schön ist, dass wir eine Arbeitsform entwickelt haben, in der jeder immer genau das geben kann, was gerade möglich ist. Da wir alle entweder noch kleine Kinder haben oder z. T. auch voll berufstätig sind, nimmt niemand es dem anderen krumm, wenn er mal weniger Zeit hat.


Wir organisieren in unserem Gründungsteam Gesprächstermine mit Bauträgern oder Politikern, besichtigen Immobilien, kümmern uns um die Vereinsgründung und -arbeit, sprechen das Design

von Logo und Website ab, oder wer den nächsten Facebook- oder Blogpost verfasst, und vieles mehr.

Wir treffen uns als Gründungsteam ca. ein Mal im Monat (oder öfter) und bereiten unsere regelmäßigen offenen Planungstreffen vor, zu denen alle Interessierten (nicht nur Hebammen) eingeladen sind.


Ich persönlich finde an nahezu allen Belangen der Geburtshausgründung meine Freude. Besonders schön ist es, so viele neue Menschen aus verschiedenen Berufen kennenzulernen, zu verknüpfen und für unsere Idee zu begeistern. Und natürlich, unserer Website und dem Blog Leben einzuhauchen - das Schreiben ist für mich eine alte Leidenschaft.




Wolltest du schon immer Hebamme werden?


Ich habe zunächst einen ganz anderen beruflichen Weg eingeschlagen. Während der Schulzeit habe ich schon für eine Zeitung geschrieben, nach dem Abitur dann ein Jahr in der Presseabteilung eines Siemens-Tochterunternehmens gearbeitet und danach ein Studium der Publizistik und Germanistik begonnen.

Während dem Studium wurde die Faszination für die Vorgänge der Schwangerschaft und Geburt größer, und während eines Praktikums bei einer Hebamme hat sich der Wunsch nach einer Hebammenausbildung dann konkretisiert. Als sich dann auch direkt die Chance ergab, einen Ausbildungsplatz anzunehmen, habe ich alle Zelte an meinem alten Wohnort abgebrochen und bin nach Freiburg gezogen, um Hebamme zu werden.


Während und nach der Ausbildung sind dann unsere eigenen drei Kinder geboren, in allen

Schwangerschaften und während allen Geburten durfte ich die Begleitung durch eine wunderbare Hausgeburtshebamme erfahren. Dieses Erlebnis hat mich nachhaltig geprägt und so wurde mir schnell klar, dass mein beruflicher Weg nur in die freiberufliche Arbeit und außerklinische Geburtshilfe führen kann. Mein Herz schlägt für die selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt sowie für ein bindungs- und bedürfnisorientiertes Familienleben. Ich empfinde es als großes Geschenk, das alles in meiner Arbeit als Hebamme vereinen zu können.




Was ist dir am Geburtshaus besonders wichtig?


Besonders schön finde ich die Möglichkeit, unter einem Dach sämtliche Themen wie Kinderwunsch, Familienplanung, Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und dann eben auch die ersten Lebensmonate bzw. -jahre als Familie begleiten zu können.


Persönlich ist mir wichtig, ein niederschwelliges Angebot zu kreieren, um vielleicht auch Frauen und Familien jenseits der „klassischen“ Geburtshaus-Klientel zu erreichen.


Ich wünsche mir, dass Frauen und Familien mit unserer Begleitung gestärkt und gesund aus den Prozessen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett hervorgehen. Denn dieses Selbstvertrauen in den Körper und seine Fähigkeiten kann einen über Jahre hinweg tragen und nachhaltig prägen.


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