• Geburtshaus Freiburg

Stellungnahme und Empfehlung zur Errichtung von Geburtshäusern

Auch der Hebammenverband Baden-Württemberg unterstützt die Gründung des Geburtshaus Freiburg!


Dazu haben die beiden Vorsitzenden ein entsprechendes Statement abgegeben, mit dem sie auch die Freiburger Stadtverwaltung bei der Erörterung der Frage, ob das Geburtshaus förderwürdig ist, unterstützen möchten.


Wir sagen Danke und freuen uns über die schöne Zusammenfassung einiger der Gründe, die für Geburtshilfe im Geburtshaus sprechen.


Stellungnahme und Empfehlung zur Errichtung von Geburtshäusern


Geburtshaus – Multitalent und Lösung für viele Probleme


Der Hebammenverband Baden-Württemberg e. V. befürwortet ausdrücklich die Errichtung von Geburtshäusern. Eine komprimierte Zusammenstellung verschiedener Gründe untermauert die Zustimmung und soll Entscheidungsträgern als fachlich und sachlich fundierte Argumentationshilfe dienen.


1. Eine Chance für die physiologische Geburt


Das Gesunde gehört nicht in ein Krankenhaus: Schwangerschaft und Geburt sind keine Krankheit. An den Zahlen der WHO orientiert, können etwa 85 Prozent aller Geburten physiologisch ablaufen – also durchaus im Geburtshaus. (WHO Empfehlungen: Intrapartum Care for a Positive Childbirth Experience). Geburtshäuser befinden sich in der Regel in guter Erreichbarkeit zu Kliniken, um im Notfall eine Verlegung in eine Klinik (mit Neugeborenen-Intensivstation) zu gewährleisten.


2. Bessere Gesundheit durch weniger Intervention


Geburtshäuser tragen wesentlich dazu bei, dass Kinder mit einem geringen Maß an Interventionen zur Welt kommen können. (QUAG-Broschüre) Wenn Hebammen Geburtshäuser leiten, schneiden sie im Vergleich mit der Klinik sogar besser ab – weniger Geburtsverletzungen, weniger Medikamente, schnellere Heimkehr und vieles mehr. (GKV-Studie)


3. Kompensation von Klinik-Schließungen


Geburtshäuser können also zur Kompensation der entstehenden Engpässe durch Klinik- bzw. Kreißsaalschließungen beitragen. Die durch Zentralisierung von Kliniken entstandenen Versorgungslücken müssen gut geschlossen werden. Ausgleich kann hier geschaffen werden durch die Unterstützung (dezentraler) Niederlassungen von Geburtshäusern. Geburtshäuser sind nachweislich sehr rentabel (GKV-Studie) und der Gesundheit von Mutter und Kind förderlich. (s. o. / GKV-Studie)


4. Wahlrecht Geburtsort


Gebärende haben ein Recht auf freie Wahl des Geburtsortes (Sozialgesetzbuch Nummer fünf, § 24 f). Doch nur wo Alternativen zur Klinikgeburt geboten werden, gibt es eine Wahlmöglichkeit. Erst damit wird das Recht garantiert.


5. Außerklinisches Lernen


Geburtshäuser können auch als Lehreinrichtungen dienen, wenn sie in Reichweite einer Hebammenausbildungsstätte (Hebammenschule, Hochschule, Universität) liegen.


Das Studium als zukünftiger Ausbildungsweg für Hebammen hat wie auch die klassische Ausbildung einen Schwerpunkt auf der Praxis. Das praktische Wissen und die praktische Erfahrung auch außerklinisch erwerben zu können, also im Geburtshaus, deckt einen wesentlichen Bestandteil der Hebammenarbeit ab

(Physiologie). Zugleich garantiert sie den Fortbestand des soliden Hebammenhandwerks auch in der Zukunft.



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