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Betreuungsbogen

Informationen zur Anmeldung und Betreuung im Geburtshaus Freiburg

WICHTIG:

Aufgrund der hohen Nachfrage bitten wir darum, Betreuungsanfragen bitte ausschließlich per Mail an info@geburtshausfreiburg.com zu stellen - unter Angabe der vollständigen Kontaktdaten sowie des voraussichtlichen Geburtstermins

Anmeldung und Schwangerschaft

Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserem Angebot und Ihr Vertrauen in unsere Arbeit. Wenn Sie durch das Team des Geburtshaus betreut werden möchten, kontaktieren Sie uns bitte hierWir melden uns daraufhin bei Ihnen, um einen Termin für ein Erstgespräch zu vereinbaren.

Erstgespräch:

 

In diesem Gespräch haben Sie die Gelegenheit, einen ersten Eindruck von unserem Geburtshaus, unserem Betreuungsansatz und unserem Selbstverständnis zu gewinnen. Sie erhalten in schriftlicher Form sämtliche benötigten Informationen wie beispielsweise unsere allgemeinen Vertragsbedingungen, die obligatorische Datenschutzerklärung sowie unseren Behandlungsvertrag.

Im Gespräch klären wir außerdem miteinander, ob einer außerklinischen Geburt grundsätzliche

medizinische Gründe im Wege stehen.

 

In unserer nächsten Teamsitzung beraten wir als Hebammen, ob wir die Möglichkeit sehen, Sie

bei Ihrer Geburt im Geburtshaus zu begleiten. Nach dieser Besprechung melden wir uns

möglichst zeitnah, um das weitere Vorgehen mit Ihnen zu besprechen. Sprechen medizinische Gründe gegen eine Geburtshausgeburt, erläutern wir Ihnen diese gerne. Darüber hinaus sind unsere Betreuungskapazitäten aufgrund der hohen Nachfrage leider begrenzt, so dass wir eine Geburtsbegleitung erst nach unserer Teambesprechung fest zusagen können.

 

Zweiter Termin:

 

Zum zweiten Termin im Geburtshaus bringen Sie uns bitte die unterzeichneten Unterlagen/ den

Behandlungsvertrag wieder mit. Des weiteren wird zu diesem Termin die erste Rate der Rufbereitschaftspauschale (150€ von insgesamt 700€) fällig. In der Regel handelt es sich bei diesem Termin um eine erste Schwangerenvorsorge samt Erstanamnese bei uns im Geburtshaus.

 

Vorsorgen:

 

Wir betrachten die Schwangerenvorsorge als originäre Hebammentätigkeit und uns Hebammen als Primärversorgerinnen der gesunden Schwangerschaft. Gemäß unserer Ausbildung sind wir dazu befähigt, vollwertige Schwangerenvorsorgen inkl. aller notwendiger Laboruntersuchungen (Blutentnahmen, Abstriche, oGTT) durchzuführen.

 

Daher ist es uns wichtig, die Schwangeren, die wir betreuen, auch regelmäßig im Rahmen der

Schwangerenvorsorge bei uns zu begrü.en. Mindestens 5 Vorsorgen mit unseren Hebammen sind obligatorisch für die Geburt in unserem Geburtshaus. Aus unserer Sicht bereitet diese engmaschige Betreuung in der Schwangerschaft die notwendige Vertrauensbasis für die anschließende Geburtsbegleitung.

 

Ziel dabei ist neben der umfassenden gesundheitlichen Versorgung vor allem auch der Aufbau der notwendigen Vertrauensbasis für beide Seiten. Im Rahmen unserer Termine nehmen wir uns ausgiebig Zeit, um alle aufkommenden Fragen zu klären.

 

Unser Ziel ist dabei, dass jede Schwangere/ jedes Paar die Möglichkeit hat, im Laufe der

Schwangerschaft jede Hebamme des geburtshilflichen Teams mindestens ein Mal getroffen zu haben.

 

Für die Durchführung der drei Basisultraschalle sowie bei jeglichen pathologischen Auffälligkeiten in der Schwangerschaft kooperieren wir selbstverständlich gerne mit Ihrer Gynäkologin oder Ihrem Gynäkologen sowie den geburtshilflichen Abteilungen der Kliniken in der Umgebung. 

 

Risikoaufklärungsgespräch:

 

In unserem dritten Gesprächstermin erhalten Sie von uns eine detaillierte Aufklärung über Besonderheiten sowie das Vorgehen in Notfällen sowie bei einer Verlegung.

 

Wochenbettvorgespräch:

 

Der vierte Gesprächstermin behandelt die Zeit nach der Geburt. Wir besprechen mit Ihnen, welche Dinge im Vorfeld zu organisieren und vorzubereiten sind und nehmen uns Zeit für alle Fragen, die Sie als Schwangere/ als Paar im Hinblick auf das Wochenbett bewegen. Zu diesem Gespräch wird auch die zweite Rate der Rufbereitschaftspauschale à 250€ fällig.

 

Rufbereitschaftsgespräch:

 

Der fünfte Gesprächstermin findet rund um die 37+0 Schwangerschaftswoche statt. Zu diesem Zeitpunkt beginnt für Sie die Rufbereitschaft unseres geburtshilflichen Teams, weshalb wir Ihnen

nun die Nummer unseres Geburts-Piepsers aushändigen und mit Ihnen die Erreichbarkeit der

Hebammen und den Ablauf der Geburt im Geburtshaus genau besprechen. Im Rahmen dieses Gesprächs wird die dritte Rate der Rufbereitschaftspauschale à 300€ fällig.

 

Geburt:

 

Bei Geburtsbeginn melden Sie sich über den Geburts-Piepser bei der diensthabenden Kollegin.

Am Telefon bespricht diese mit Ihnen, ob Sie zunächst für einen Hausbesuch zu Ihnen kommt oder ob sie sich direkt mit Ihnen im Geburtshaus treffen wird. Für die Dauer der Geburt ist eine Hebamme exklusiv für Sie zuständig, zur eigentlichen Geburt Ihres Kindes wird im Verlauf noch eine zweite Kollegin hinzugerufen.

 

Während der Geburt führen wir alle notwendigen Untersuchungen inkl. intermittierender

Herztonkontrolle durch. Grundsätzlich arbeiten wir so interventionsarm wie möglich, um eine

weitestgehend ungestörte und selbstbestimmte Geburt zu ermöglichen. Sehr gerne unterstützen

wir Sie bei einer Wassergeburt in einer unserer Gebärwannen.

 

Die Geburt der Plazenta erfolgt in aller Regel spontan nach dem Auspulsieren der Nabelschnur.

Diese warten wir in Ruhe ab, bevor das Kind abgenabelt wird.

 

Nach der Geburt liegt unser Fokus auf dem Bonding der Familie und der Unterstützung des ersten Stillens. Sofern weder Mutter noch Kind medizinische Unterstützung benötigen, ermöglichen wir mindestens eine Stunde ungestörten Hautkontakt. Sollten Geburtsverletzungen mit einer Naht versorgt werden müssen, versorgen wir diese - selbstverständlich nach ausreichender lokaler Betäubung.

 

Die Erstuntersuchung des Kindes (U1) findet gemeinsam mit Ihnen durch die Hebamme im Geburtshaus statt.

 

Alle notwendigen Dokumente (gelbes Untersuchungsheft des Kindes, Mutterpass, Geburtsanzeige für das Standesamt) werden von uns ausgestellt und Ihnen vor Ihrer Fahrt nach Hause ausgehändigt. Bevor Sie das Geburtshaus verlassen, bespricht die Hebamme mit Ihnen das weitere Vorgehen im Wochenbett.

 

In der Regel können Sie etwa 2-4 Stunden nach der Geburt nach Hause fahren und dort Ihr heimisches Wochenbett beziehen. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr Kind gut getrunken hat und es allen Beteiligten gut geht.

 

Wochenbett:

 

Wir bemühen uns, allen Geburtshaus-Familien auch die Betreuung im Wochenbett anzubieten.

Leider können wir dies mangels Kapazitäten jedoch nicht garantieren. Es ist wichtig, diese Frage

bereits frühzeitig in der Schwangerschaft miteinander zu klären, damit Sie sich, falls notwendig,

selbstständig eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung suchen können.

 

Nach der Geburt informieren wir die für Sie zuständige Wochenbett-Hebamme über die Ankunft Ihres Kindes. Diese wird dann in der Regel einige Stunden später zu ihrem ersten Hausbesuch zu Ihnen kommen und die Betreuung zuhause weiterführen.

 

Nachgespräch:

 

Wir laden Sie herzlich zu einer Nachbesprechung der Geburt ein. Wann dieses stattfindet, richtet sich nach Ihrem Bedürfnis und Ihrem Impuls. Im Rahmen dieses Gesprächs möchten wir Ihnen gerne zuhören, gemeinsam mit Ihnen die Geburt Ihres Kindes reflektieren und bringen explizit auch Offenheit für Feedback und konstruktive Kritik an unserer Arbeit mit. Gerne überreichen wir Ihnen als Andenken bzw. für Ihre Unterlagen eine Kopie des Geburtsberichts.

*Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen inzwischen mindestens 250 € der Rufbereitschaftspauschale. Wem die finanziellen Möglichkeiten für den Selbstzahler-Anteil fehlen, ist eingeladen, sich vertrauensvoll an uns zu wenden, um eine individuelle Lösung zu finden und ggfs. die Kostenübernahme durch unseren Förderverein zu beantragen. Es ist unser Wunsch und Anspruch, dass sich jeder eine Geburt im Geburtshaus leisten kann und wirtschaftliche Gründe kein Hindernis darstellen.